Sachverständigenbüro Holger Döbert

Ihr Partner zur Klärung und Beseitigung von Werkstoff- und Korrosionsproblemen


Kreiselpumpen

Kreiselpumpen sind neben einwirkenden korrosiven, thermischen und abrassiven Einflüssen besonders starken Belastungen durch hohe Strömungsgeschwindigkeiten und mechanischen Kräften ausgesetzt. Daher sind sie, verglichen mit statischen Anlagekomponenten, weitaus stärker gefährdet. Dies gilt nicht nur für Chemienormpumpen, sondern auch für scheinbar harmlose Einsatzfälle wie beispielsweise zur Förderung von Trinkwasser und Brauchwasser. Die häufigste, bei Kreiselpumpen anzutreffende Korrosionsart ist die Erosionskorrosion. Die folgende Auswahl zeigt typische sowie eher exotisch anmutende Schäden an Kreiselpumpen.


mikrobiologisch induzierte Korrosion

graphitierung graphitierung

Weit fortgeschrittene Graphitierung an verschiedenen Laufrädern aus Grauguß. Beim linken Beispiel führte ein Bewuchs durch Mikroorganismen zu dieser selektiven Korrosionsart. Das mittlere Laufrad war zur Förderung von säurehaltigem Glycerin eingesetzt. Beim rechten Exponat war ein geringer Anteil organischer Säure im Fördermedium enthalten.

Kavitation Überlastkavitation Überlastkavitation
beginnende Erosionskorrosion Teillastkavitation im Eintrittsbereich eines Laufrades Erosionskorrosion Überlastkavitation am Austritt sowie in einem Kanal eines Laufrades
Erosionskorrosion an der Welle aus 1.4462 einer vertikalen Kreiselpumpe nach 5 Monaten in hoko Schwefelsäure Erosionskorrosion Erosionskorrosion im Gehäuse einer Kreiselpumpe aus 1.4539 nach 4 Jahren in 300°C heißer Fettsäure Erosionskorrosion
durch Chloride ausgelöste Erosions-korrosion am Gehäuse einer Panzerpumpe aus gehärtetem Stahlguß Spannungsriss Erosionskorrosion am Deckel einer Kühlwasserpumpe aus Aluminiumbronze nach 2 Jahren in Brackwasser
interkristalline Korrosion Abrasion

Spannungsriß am Laufrad einer Kreisel-pumpe aus PE nach 15 Monaten in einer sauren emulgatorhaltigen Waschlösung

Abrasion
nach 3 Monaten Betrieb in 30% Salpetersäure durch interkristalline Korrosion zerstörtes Laufrad aus 1.4408 starke plastische Deformierung Laufrad aus Grauguß nach 4 Jahren in einer Suspension mit Zementschlamm Abrasionsverschleiß nach 18 Monaten im Eintrittsbereich einer Chemienormpumpe aus 1.4408

Extreme plastische Deformierung der laufradseitigen Paßfedernut einer Welle aus 1.4404, dadurch Verlust der Fixierung des Laufrades und Anlaufen am Gehäuse. Die Standzeit betrug nur wenige Wochen. Kurze Laufzyklen und eine fehlende Rückschlagklappe auf der Druckseite führten nach jedem Abschalten zum Rückschlag der Flüssigkeitssäule auf das Laufrad. Die jedesmal schlagartig einsetzende Drehrichtungsumkehr führte zur schnellen Zerstörung des Laufradsitzes.

Seitenanfang